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Leitfaden - MVZ Labor Diagnostik Karlsruhe

59 Mikrobiologie Probenentnahme: Nasenabstrich unter Spekulum-Sicht von ent- zündeten bzw. sekretbedeckten Stellen entneh- men. Falls notwendig störende Krusten vor der Abnahme entfernen, Abstrich unter drehender Bewegung von entzündeten Stellen abnehmen. Lagerung: 4 – 8 °C (Kühlschrank) Dauer der Untersuchung: 2 – 3 Tage (Spezielle Anforderungen auch länger) Hinweis: Zum Nachweis einer bakteriellen Besiedlung mit Staphylokokken, MRSA (Methi- cillin-resistenter Staphylococcus aureus) und Streptokokken sind Abstriche aus dem vorderen Nasenraum geeignet. Für spezielle bakterielle Untersuchungen (z. B. Bordetella pertussis, Pneumokokken) ist die Probengewinnung aus dem Nasopharynx not- wendig. Hierfür stehen spezielle Abstrichtupfer mit flexiblem Schaft zur Verfügung, um den Ab- strichtupfer durch die Nase in den Nasopharynx vorzuschieben. Ein Nasenabstrich ist ungeeignet für die Diagno- se einer Sinusitis. Hierfür bitte Absaugmaterial nach Punktion einsenden. Der Nachweis von hämolysierenden Streptokok- ken der Gruppe A wird dem Einsender vorab per Fax mitgeteilt. Keime der physiologischen Rachenflora (z. B. vergrünende Streptokokken, koagulase-nega- tive Staphylokokken, apathogene Neisserien und Corynebakterien) gelten als Normalflora (kommensale Flora). Nasenabstrich Aluminiumschaft – kleiner Watteträger flexibler Aluminiumschaft – kleiner Watteträger für spezielle Probengewinnung (z. B. Nasopharynx- abstrich zum Nachweis von Bordetella pertussis, Pneumokokken.) Abbildung 19: Technik des Nasenabstrichs. Der Ab- strichtupfer wird durch ein Nasenloch bis an die Hin- terwand der Nasenhöhle eingeführt. Der Tupfer wird vorsichtig gedreht, um Zellen aus diesem Bereich zu gewinnen. Der Abstrichtupfer wird noch ein bis zwei Sekunden in der Nasenhöhle belassen, bevor er aus der Nase entfernt wird. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10