
41 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Die Desinfektion der vorgesehenen Punktions- stelle kann mit handelsüblichen Hautdesinfek- tionssprays durchgeführt werden. Vor der Punk- tion soll das Hautdesinfektionsmittel mindes- tens 15 Sekunden einwirken und wird dann mit einem Tupfer von der Haut abgewischt. Die Staubinde wird in der Regel am Oberarm, knapp oberhalb des Ellenbogengelenks, angelegt. Bei tiefer gelegenen Punktionsstellen wird jeweils etwa eine Handbreit oberhalb der vorgesehenen Punktionsstelle gestaut. Der Puls der Unterarmar- terie auf der Daumenseite (Arteria radialis) muss nach Anlage der Staubinde noch gut tastbar sein. Um ein Einklemmen der Haut beim Anlegen der Staubinde zu vermeiden, sollte immer ein Finger zwischen dem Verschluss der Staubinde und der Haut „führen“. Lange Stauzeiten können ebenso wie „ausgiebiges Pumpen“ oder starkes Beklop- fen der Venen zu Veränderungen der Messergeb- nisse führen. Dementsprechend sollten solche Maßnahmen keinesfalls routinemäßig angewandt werden. ᕢᕡ Mit der linken Hand kann die Vene durch leich- ten Druck und Zug im Verlauf gestrafft werden. Der Kanülenschliff zeigt nach oben, der Kanü- lenansatz (der bei großen Röhrchen nicht in der Mitte sitzt) liegt unten (in direkter Nachbar- schaft zur Haut). Die Kanüle wird in flachem Win- kel und auf kurzem Weg (ohne zu zögern) durch Haut und Venenwand gestochen. Im Venenlu- men wird die Kanüle noch etwas vorgeschoben. Die Aspiration von Blut sollte immer langsam und behutsam erfolgen, um eine Hämolyse zu vermeiden. ᕣ ᕤ Methoden