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Leitfaden - MVZ Labor Diagnostik Karlsruhe

28 Einfluss- und Störgrößen Besonders deutlich wird dies beim roten Blutbild, wie Abbildung 5 exemplarisch am Hämoglobin und den Erythrozyten zeigt. Diese fallen ebenso wie der Hämatokrit innerhalb kurzer Zeit deutlich ab, um sich dann langsam während der Kindheit den Werten der Erwachsenen anzupassen. Neugeborene wei- sen in der ersten Lebenswoche erhöhte Konzentrationen an unkonjugiertem (indirektem) Bilirubin auf, das aus dem Abbau des infolge der intrauterinen Sauerstoffarmut vermehrt gebildeten Hämoglobins stammt. Insgesamt weichen die Konzentrationen folgender Analyte bei (Klein)kindern deutlich von denen der Erwachsenen ab: Während der Adoleszenz kommt es zu einem ausgeprägten Knochenwachstum, das sich in einer deutlich erhöhten Aktivität der Osteoblasten-Alkalischen Phophatase niederschlägt (Abbildung 6). Die Pubertät ist auch die Lebensphase bedeutender hormoneller Änderungen. Die Gonadotropine, Estradiol und Progesteron nehmen das zyklische Verlaufsmuster erwachsener Frauen an, bei den Jungen beginnt im Alter von 10 bis 15 Jahren eine verstärkte Sekretion von Gonadotropinen, die erhöhte Testosteronkon- zentrationen nach sich zieht. Synoptisch betrachtet gilt für die Adoleszentenphase: Erythrozyten, Hämoglobin und Hämatokrit erhöht Retikulozyten erhöht Bilirubin erhöht Immunglobulin A und Immunglobulin M erniedrigt Immunglobulin G zunächst vergleichbar (Leihantikörper), dann nach 3 – 6 Monaten Minimum (deutlich erniedrigt), danach langsamer Anstieg Harnsäure erniedrigt Creatinin erniedrigt, mit Aufbau von Muskelmasse Anstieg Alkalische Phosphatase erhöht Gonadotropine (bei Frauen) Anstieg, Ausbildung eines zyklischen Musters Estradiol (bei Frauen) Anstieg, Ausbildung eines zyklischen Musters Progesteron (bei Frauen) Anstieg, Ausbildung eines zyklischen Musters Gonadotropine (bei Männern) Anstieg Androgene (bei Männern und Frauen) Anstieg 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10